Im Test: Touratech Discovery2 – das flexible Softgepäcksystem für Reiseenduros
Wer mit klassischen Alukoffern nichts anfangen kann, weil sie zu schwer oder zu unhandlich sind, findet im Discovery2 von Touratech eine spannende Alternative. Das Softgepäcksystem ist speziell für Reiseenduros konzipiert – leicht, vielseitig und überraschend praktisch.
Man kennt das Bild: Große Reiseenduros, oft spöttisch beäugt, wuchten mehr Stauraum durchs Land, als manche Studentenwohnung hergibt. Das Heck ist komplett mit Aluboxen verbaut, gekrönt vom obligatorischen Topcase – funktional, wenn es auf große Tour geht. Doch sobald es abseits asphaltierter Wege zur Sache geht, rücken Aspekte wie Gewicht und Schwerpunkt ins Zentrum. Und genau hier setzt Touratech mit dem Discovery2 an – mit einem Softgepäcksystem, das die Vorteile klassischer Lösungen mit mehr Flexibilität kombiniert.
Montage in wenigen Minuten
Die Satteltasche wird einfach auf den Soziussitz gelegt und mit Gurten an Fußrasten und Heck fixiert. Die Befestigung geht leicht von der Hand und passt auf die meisten Reiseenduros und Tourer ohne zusätzliche Anpassungen. Die mitgelieferten Gurte sind lang genug und lassen sich sicher verspannen. Auch die Öffnungen zu den herausnehmbaren, wasserdichten Packsäcken lassen sich durch Riemen anpassen, sodass das Gepäck immer kompakt und sicher verstaut bleibt.
Durchdachter Stauraum
Die beiden wasserdichten Packsäcke fassen jeweils 25 Liter und lassen sich dank Rollverschluss zuverlässig abdichten. Ein cleveres Detail ist das integrierte Luftventil: Beim Packen lässt sich die überschüssige Luft einfach herausdrücken – das spart Volumen. Ergänzt wird das System durch zwei seitliche Außentaschen mit Rollverschluss, ideal für Dinge wie Regenkleidung, Trinkflasche oder leichte Schuhe. Die obere Klappe der Satteltasche lässt sich öffnen und bietet zwei zusätzliche Innentaschen mit Reißverschluss für Karten, Dokumente oder kleinere Wertsachen.
Neu: Mollepatches auf der Außenseite ermöglichen das Anbringen weiterer Gepäckstücke – etwa einer Rolle mit Schlafsack oder Isomatte – mithilfe von Spannriemen. Zusätzlich stehen dafür drei Gurtbandreihen zur Verfügung.
Praxiserprobt – auch bei Dauerregen
Im Alltagstest zeigt sich das Discovery2 absolut tourentauglich. Die Packsäcke machen einen hochwertigen Eindruck und bleiben auch nach stundenlangen Regenfahrten trocken. Die Riemen und Verschlüsse halten fest – auch bei Offroad-Einsätzen. Praktisch: Da die Taschen unten teilweise offen sind, kann Spritzwasser ablaufen, ohne sich zu sammeln. Nach der Tour lassen sich die Taschen per Klickverschluss einfach öffnen, die Packsäcke herausnehmen und bei Bedarf das gesamte System in wenigen Schritten vom Motorrad trennen. Reinigung mit Wasser – ob zu Hause oder unterwegs – ist ebenfalls unkompliziert möglich.
Ein echter Koffer-Ersatz
Da die Tasche eng am Motorrad sitzt und das Gewicht tief angebracht ist, bleibt das Fahrverhalten auch bei voller Beladung stabil. Der schmale Aufbau – der Lenker bleibt der breiteste Punkt – ist gerade auf schmalen Pfaden wie dem TET oder ACT ein echter Vorteil. Und wer öfter das Bike wechselt, wird sich über die flexible Befestigungsmöglichkeit freuen. Mit einem Preis von 429,90 Euro bleibt das Discovery2 zudem deutlich unterhalb eines klassischen Alukoffersets – und ist in Schwarz oder Gelb erhältlich.
Fazit
Das Discovery2 von Touratech überzeugt als leichtes, durchdachtes und robustes Softgepäcksystem. Für alle, die ohne sperrige Alukoffer reisen und dennoch nicht auf Stauraum verzichten wollen, ist es eine echte Empfehlung wert.
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